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Datum 11. August 2016
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Schnulnetzplan ist eine Enttäuschung für Gorbitz

Der von Herrn Vorjohann vorgeschlagene Schulnetzplan zeigt den Ideen eines eigenen Gymnasium in Gorbitz die kalte Schulter. Mit einem Handstreich macht dabei der Bildungsbürgermeister einen Strich durch das jahrelange Engagement vieler, den Stadtteil zu entwicklen.

Eigentlich sollte es anders kommen. In einem ersten Entwurf für den Schulnetzplan legte der damalige Bildungsbürgermeister Dr. Peter Lames einen Vorschlag vor, der über die ganze Stadt verteilt und an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürgern orientiert, neue Schulen für ganz Dresden plante. Neben Grundschulen und Gymnasien waren vor allem neue Oberschulen geplant, um dem Bedarf gerecht zu werden. Für baldige neue Unterrichtsräume und bezahlbare Kosten, wurde auch auf bestehende Gebäude und Standorte zurückgegriffen, die attraktiv saniert werden sollten. Für Gorbitz und Prohlis war jeweils ein eigenes Gymnasium geplant - als Leuchttürme in sozial schwachen Vierteln.

Lange war es nach dem Amtswechsel aber still geblieben. Zu den Plänen wollte man sich nicht mehr äußern. Der Termin im Stadtrat, zu dem Herr Vorjohann zugesagt hatte seinen Schulnetzplan vorzustellen, musste sogar mehrfach verschoben werden. Dann sickerte doch etwas an die Öffentlichkeit durch.

Was Herr Vorjohann nun unter Zugzwang vorgestellt hat, ist eine 180 Grad Kehrtwende. Statt mehr Schulkapazitäten für alle Bildungswege, wird es vor allem eines geben: Neue Gymnasien - als ob eine gute Berufsausbildung keinen Wert mehr hätte. Statt bestehende Gebäude zu nutzen und zu sanieren, sollen für viel Geld an wenigen Standorten gewaltige, neue Schulkomplexe entstehen -auch wenn das Jahre dauern wird. Als ob wir nicht schon jetzt und heute dringend mehr Schulen brauchen würden. Statt die Schulgebäude in der Stadt zu verteilen, werden besonders bereits gut situierte Viertel mit einem warmen Regen bedacht - Gorbitz und Prohlis fallen schlicht aus der Planung heraus.

Das ist eine herbe Enttäuschung für unseren Stadtteil. Nicht nur für die vielen, die seit Jahren für ein eigenes Gymnasium im Stadtteil kämpfen, da das hierhin nur ausgelagerte Gymnasium Süd-West im nächsten Jahr nach Plauen zurückzieht. Es ist eine Enttäuschung für alle, die sich seit Jahren dafür engagieren, den Stadtteil zu entwickeln, gute Bildung in ein sozial schwaches Viertel zu bringen und für eine gute Durchmischung aller Einkommensschichten in Gorbitz kämpfen.



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