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Datum 10. Oktober 2016
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Aufstehen für ein anständiges Miteinander in Dresden

Am 17. Oktober möchte PEGIDA zu seinem Jahrestag einmal mehr so tun, als ob es für alle Dresdner sprechen würde. Das tun sie nicht. Denn wir wollen ein anständiges Miteinander, Respekt für alle und ein friedliches Zusammenleben in unserer Stadt. Dafür gilt es Flagge zu zeigen und aufzustehen: Herz statt Hetze!

Seit zwei Jahren bringt das fremdenfeindliche Bündnis gegen die angebliche Islamisierung des Abendlandes Dresden in aller Welt in Verruf. Unter dem Vorwand friedlicher Spaziergänge am Montag Abend, haben sie bereits Nachbildungen der Bundeskanzlerin Angela Merkel an einem Galgen aufgehangen und Kirchgänger auf dem Weg in die Semperoper zum Tag der Deutschen Einheit im tobender Mob angebrüllt - darunter die höchsten Gäste der Stadt an diesem Tag.

Dresden ist eine Stadt der Wissenschaft und Kultur wie keine andere in Deutschland. Unsere Offenheit für Talente und Investitionen ist Grundlage unseres Wohlstandes und unserer Lebensqualität hier: Wenn Wissenschaftler, Künstlerinnen oder Investoren sich aktiv dagegen entscheiden, ihr Können oder ihr Geld nach Dresden zu bringen, schlagen wir uns selbst unsere Beine weg.

Wer spielt zukünftig in der Semperoper, in der mehr als zwei Drittel der Künstler aus dem Ausland kommen? Wer forscht an der Zukunft in den Instituten und Hochschulen in Dresden, deren kreative Geister aus über 160 Ländern stammen? Wo würden tausende arbeiten ohne Leuchttürme wie die Gläserne Manufaktur oder Silicon Saxony?

Zwei Jahre PEGIDA und etwas Grundlegendes ist in Gefahr geraten in Dresden: Das friedliche, respektvolle Miteinander. Beschimpfungen auf der Straße, Verleumdungen und Hetze in den sozialen Medien, körperliche Angriffe auf Journalisten, Schmierereien an öffentlichen Gebäuden und vor der Einheitsfeier sogar zwei fremdenfeindliche Sprengstoffanschläge.

Wir müssen die Warnsignale ernst nehmen. Wir müssen uns aufraffen und die Bequemlichkeit abschütteln, es anderen zu überlassen, für unsere Grundwerte einzustehen: Menschenrechte, Demokratie und Toleranz.

Am kommenden Montag ist es Zeit das zu tun: Schließen Sie sich einer der vielen Demonstrationen für ein besseres Dresden an. Ich zähle auf Sie!



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