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Datum 19. Juni 2014
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Schulplanung ist Flickschusterei auf Rücken der Kinder und Lehrer

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zur Schulplanung
„Ja, am ersten Schultag wird vor jeder Klasse ein Lehrer stehen – aber nur am ersten Schultag, und dann vor vollen Klassen und ohne Reserve.“ Mit diesen Worten kommentiert Dr. Eva-Maria Stange die Beteuerungen von Kultusministerin Kurth zur Lehrerversorgung im kommenden Schuljahr. „Was Sie hier derzeit machen, ist das blanke Chaos“, verwies die Bildungsexpertin auf immer neue Zahlen zu Neueinstellungen von Lehrerinnen und Lehrern, die jedoch keiner kritischen Prüfung Stand halten würden. „Sie wollen Eltern und Schüler für dumm verkaufen.“ So sei die Ankündigung, dass in diesem Jahr 1.305 Lehrerinnen und Lehrer neu eingestellt würden, eine Mogelpackung. Ein Teil dieser angeblich neuen Pädagogen unterrichte bereits, deren Stellen würden lediglich entfristet. „Das sind also keine zusätzlichen Stellen“, betonte Stange. Zudem werde weniger als einem Drittel der neuen Lehrer überhaupt eine unbefristete Stelle angeboten. Und die jüngst verkündeten, angeblich zusätzlichen, 185 Stellen würden ausschließlich befristet vergeben. „Das ist keine Personalplanung, sondern Chaos.“ „Die Regierung versucht lediglich, sich über die Landtagswahl am 31. August zu retten. Auf der Strecke bleiben dabei die Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrer, die mit immer schlechteren Unterrichtsbedingungen konfrontiert sind.“ „Die SPD fordert eine Personalplanung, die die wachsenden Schülerzahlen und den altersbedingten Abgang der Lehrkräfte bis 2020 berücksichtigt.“ Zum einem müsse für jeden ausscheidenden Lehrer, der in den Ruhestand geht, ein neuer Kollege eingestellt werden. Zudem müssten jährlich 500 zusätzliche Lehrer hinzukommen - bis 2020 in Summe 2.500. „Nur so können heute die jungen Lehramtsbewerber gehalten, die Qualität des Unterrichts bei steigenden Schülerzahlen gesichert und die Anforderungen zur Integration von Kindern mit Behinderung umgesetzt werden. Alles andere ist Flickschusterei auf dem Rücken der Kinder und Lehrer.“

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