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Datum 30. November 2014
Verfasser SPD Ortsverein Dresden-West

SPD im Dresdner Westen verurteilt Drohbrief an syrische Flüchtlinge aufs Schärfste

Am 26. November wurde bekannt, dass eine syrische Flüchtlingsfamilie im Dresdner Westen schriftlich und anonym mit dem Tode bedroht wurde. Der Brief hat, wie nicht nur an der „Grußfloskel“ zu erkennen ist, einen rechtsextremen Hintergrund.
Der SPD Ortsverein Dresden West, der sich klar zum Recht auf Asyl bekennt und sich für eine bessere Willkommenskultur im Dresdner Westen einsetzt, verurteilt diesen feigen und menschenverachtenden Akt aufs Schärfste. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende im Dresdner Westen, Paul Wache, als Reaktion auf die Veröffentlichung des Briefs: „Orthographie und Interpunktion scheinen nicht die Stärken der Briefeschreiber zu sein, dafür haben sie ein rechtsextremes Weltbild und propagieren offen ihre Gewaltbereitschaft. Diese Aktion ist an Niederträchtigkeit kaum zu überbieten. Wehr- und hilflose Familien mit martialischen Drohbriefen zu belästigen, ohne selbst in Erscheinung zu treten, ist weder mutig noch von irgendwelchen vermeintlich deutschen Tugenden geleitet. Hier darf niemand wegschauen. Unsere Gesellschaft hat die Aufgabe und vor allem die Möglichkeit, die Schwächsten zu schützen. Das sollten wir mit einer solidarischen Nachbarschaftsgemeinschaft im Kleinen und parteiübergreifender, klarer politischer Positionierung für das Recht auf Asyl im Großen tun. Familien, die ihre Kinder vor Krieg, Vertreibung, Hunger und Tod bewahren und zu uns flüchten, verdienen nicht nur unseren Schutz, sondern vor allem unseren Respekt. Denn sie sind es, die mutig und tugendhaft sind, da sie die Strapazen einer Flucht nach Europa auf sich nehmen. Sie können mit unserer Solidarität rechnen. Wir bitten daher alle demokratisch gesinnten Nachbarn sowie die Vertreter von Institutionen und Einrichtungen in Gorbitz und in der ganzen Stadt, sich schützend vor die betroffene Familie aus Syrien und alle Menschen zu stellen, die unsere Hilfe brauchen. Lassen Sie uns gemeinsam dem rechten Mob zurufen „Macht euch weg!“. Nur so werden wir dem gerecht, wofür die Bürger hierzulande vor 25 Jahren gekämpft haben: Für Freiheit, Demokratie, Gewaltlosigkeit und menschliches Miteinander.“

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