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Datum 23. Oktober 2014
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Erhalt der Bildungsberater in der Landeshauptstadt Dresden unbedingt sicherstellen

Zu den aktuellen Berichten über die bestehende zeitliche Finanzierungslücke der Dresdner Bildungsberater äußert sich Dr. Eva-Maria Stange, Landtagsabgeordnete für den Dresdner Westen und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag:
„Innerhalb weniger Monate muss Sozialbürgermeister Martin Seidel bzgl. der von ihm verantworteten Bildungsberatung abermals sein Scheitern verkünden. Als im Sommer das städtische Bildungsbüro kurz vor dem Aus stand, konnte es nur dank der Hilfestellung des Stadtrats finanziell abgesichert werden. Nun droht den vier Bildungsberatungsstellen in Dresden ebenfalls ein plötzliches Ende. Doch anders als Herr Seidel es darstellt, ist für die zeitliche Finanzierungslücke nicht allein die fehlende ESF-Anschlussfinanzierung verantwortlich. So ist es weithin bekannt, dass ebendiese bei allen geförderten Projekten nicht zum 1. Januar 2015 startet. Alle aus dem Europäischen Sozialfonds geförderten Projekte (z.B. auch Berufs- und Studienorientierung; Förderung benachteiligter Jugendlicher) wissen um dieses Problem. Der Neustart der neuen Förderperiode 2014 - 2020 verzögert sich auch aufgrund des noch fehlenden Landeshaushalts. Dies Alles führt zu sogenannten Förderlücken. Bürgermeister Seidel hätte frühzeitiger auf den Stadtrat zugehen müssen, um das plötzliche Ende zu verhindern. Dies ist offenbar nicht geschehen. Die Bildungsberatung in Dresden hat sich als ein überaus geeignetes Instrument für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger jedes Alters erwiesen. So erleichtert es die Bildungsberatung mit ihrer besonderen Kompetenz allen Bürgerinnen und Bürgern, die für sich nach einer passenden Bildungsmöglichkeit Ausschau halten, sich im Dschungel der Angebotsvielfalt unserer Landeshauptstadt Dresden besser zurecht zu finden. Gerade in Stadtteilen wie Gorbitz, in dem viele Menschen entweder arbeitslos sind oder in einem lediglich prekären Beschäftigungsverhältnis stehen, ist eine gute Bildungsberatung unerlässlich. Darauf weist auch der 2. Dresdner Bildungsbericht hin, der erst jüngst veröffentlich wurde. Ich hoffe auf ein positives Signal aus dem Stadtrat und ein klares Bekenntnis zugunsten der Bildungsberatungsstellen. Ihren lückenlosen Fortbestand gilt es zu sichern. Es darf keinen Abbruch geben, da sonst nicht nur das gut eingearbeitete und qualifizierte Personal verschwunden ist, sondern auch die mühevolle Informationsarbeit der letzten Jahre wieder zusammenbricht."

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