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Datum 22. August 2014
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Wirtschaftsstandort Sachsen – Chancen und Risiken

Der SPD-Ortsverein Dresden-Westen und Dr. Eva-Maria Stange (SPD-Landtagskandidatin für den Dresdner Westen) laden am Donnerstag, dem 28. August 2014, ab 19 Uhr zu einer wirtschaftspolitischen Diskussion in die Löbtauer Hoffnungskirche (Clara-Zetkin-Straße 30, 01159 Dresden) ein:
"Die ostdeutsche Wirtschaftsleistung hat in den vergangenen Jahren zugelegt. Mittlerweile haben die ostdeutschen Einwohner ein Einkommen von 84% im Vergleich zu ihren westdeutschen Kolleginnen und Kollegen erreicht. Sachsen liegt allerdings lediglich bei 75% des vergleichbaren Einkommens. 35% arbeiten in Sachsen immer noch zu Stundenlöhnen unter 8,50 € und die Tarifbindung der Unternehmen liegt bei unter 50%. Die Niedriglohnstrategie der CDU/FDP-Landesregierung treibt nicht nur viele Menschen in die Armut und aus dem Land, sondern ist auch schädlich für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. So liegt das Bruttoinlandsprodukt(BIP) in Ostdeutschland bei etwa 80% des westdeutschen Vergleichswerts. In Sachsen hingegen bei lediglich 69%. Niedrige Einkommen schaden auf Dauer dem Wirtschaftswachstum nachhaltig. Der Annäherungsprozess hat sich in Sachsen im Vergleich zu den anderen ostdeutschen Ländern in den letzten Jahren immer weiter verlangsamt. Wir brauchen eine zukunftsorientierte, innovative Wirtschaftspolitik, die auf die Bindung von Fachkräften setzt und nicht auf Dumpinglöhne basiert. Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Stärkung regionaler Wirtschaftskerne und Förderung von Innovationen, die z.B. auch dem mittelständischen Handwerk gerecht wird und nicht nur technische Innovation fördert, überfällig“, beschreibt Eva-Maria Stange die Ausgangssituation. Daneben gebe es strukturelle Defizite, welche den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland anders darstellten als westdeutsche Regionen. Dazu gehöre auch die Betriebsstruktur, die hauptsächlich aus Klein- und Kleinstbetrieben bestehe. Große DAX-Unternehmen würden zumeist fehlen oder haben ihre Entwicklungsabteilungen und Konzernzentralen im Westen. Gleichfalls seien der hohe Altersdurchschnitt der Arbeitskräfte sowie der enorme Fachkräftebedarf und die drohende Fachkräftelücke wichtige Kennziffern, welche den ostdeutschen Unternehmen ihre Arbeit erschwerten. „Über den Wirtschaftsstandort Sachsen und die Leuchtregion Dresden möchte ich mit Experten diskutieren und folgende Fragen erörtern: Welche Rolle nimmt Sachsen im Vergleich zu den anderen Neuen Ländern ein? Welche Wachstumspotentiale besitzt Sachsen? Wie stark sind seine Wirtschaftsleistung und sein Wirtschaftswachstum wirklich? Ist da mehr Schein als Sein? Wie entwickeln wir Sachsens wirtschaftliche Stärke und wie sorgen wir für gute Arbeit, von der die Menschen auch ihre Familien ernähren können?“, so Stange weiter. Als Experten hat sie dazu eingeladen: Iris Gleicke (Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium und Beauftragte für die Region Ostdeutschland der Bundesregierung) Dr. Jörg Dittrich (Präsident der Handwerkskammer Dresden) André Schnabel (Geschäftsführer der DGB-Region Oberelbe) Los geht’s um 19 Uhr in der Löbtauer Hoffnungskirche. Der Eintritt ist frei. Bereits um 15 Uhr besuchen Dr. Eva-Maria Stange und Iris Gleicke den traditionsreichen Dresdner Lebensmittelhersteller Dr. Doerr. Dabei sprechen sie mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter Christian Doerr über seine Erfahrungen als überregional agierendes ostdeutsches Unternehmen.

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