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Datum 01. August 2014
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Rundgang im Leutewitzer Park und Besichtigung der Baustelle

In den vergangenen Wochen hat sich großer Protest ob der geplanten Sanierungsarbeiten im Leutewitzer Park kundgetan. Viele Anwohner sehen dadurch ein funktionierendes Parksystem zerstört und empfinden die Arbeiten als reine Steuerverschwendung - immerhin geht es um 350.000 €. Vor allem die geliebte Rodelbahn würde komplett wegfallen.
So war es keine Überraschung, als sich zum gestrigen Rundgang ca. 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger vor Ort einfanden. Doch der Besuch auf der Baustelle konnte bei sachlicher Betrachtung diese Befürchtungen und Ängste abbauen: 1. Der Leutewitzer Volkspark hat als öffentlicher Park eine lange Tradition, die es seitens der Landeshauptstadt Dresden auch zu erhalten gilt. Deshalb unterliegt jedwede Baumaßnahme vor auch den Denkmalschutzrichtlinien. 2. Der Leutewitzer Volkspark kann aufgrund seines Lehmbodens nur wenig Regenwasser aufnehmen. Das führte bisher oftmals zu Überschwemmungen an den südlichen Randgrundstücken. Anwohner meldeten wiederholt Wassereinbrüche in ihren Gärten und Häusern. Hier wird nun ein Entwässerungssystem mit zahlreichen Auffangbecken und einem kontrollierten Wasserabführen im Extremfall in die seitliche Vegetation reagiert. 3. Die Wege rund um den Leutewitzer Volkspark sind in einem sehr schlechten Zustand. Das Wasser tat sein Übriges und unterspielte die Oberflächen. Daher wird nun der komplette Rundweg für ca. 300.000 € saniert. Das befürworten alle Besucher. 4. Die befürchtete Beseitigung aller Rodelmöglichkeiten und Spielwiesen bleibt aus! Nach der ersten Diskussion im Ortsbeirat 2012 nahmen die Planer die berechtigten Kritikpunkte auf. Anstatt die gesamte Fläche als eine durchgängige Hangfläche zu konzipieren, bleibt nun das obere Spielfeld erhalten. Außerdem wird hier eine erste kleine Rodelböschung integiert. Die untere Böschung wird abgeflacht, sodass der gesamte Parkbereich sich offener und strukturierter präsentiert. Und eine Rodelbahn wird es bei 8%-igem Gefälle auch in Zukunft geben. Insofern stellt die gefundene Baulösung einen sehr guten Kompromiss dar, der sowohl die Interessen der Anwohnerschaft wie auch die baulichen Vorgaben des Denkmalschutzes wie des baulichen Sanierungsbedarfs berücksichtigt. Nur eine Sache lernen dabei sicher alle Beteiligten: Die Öffentlichkeit sollte nicht erst kurz vor Baubeginn, sondern bereits von Anbeginn der Diskussion über die Planungen informiert und beteiligt werden. Eine Ortsbeiratssitzung bzw. vereinzelte Pressemitteilungen scheinen dafür nicht zu genügen. Stattdessen sollte es vermehrt Bürgerversammlungen und Vor-Ort-Besichtungen zu einzelnen Bauvorhaben geben. Diese müssen nicht zwingend durch die Stadtverantwortlichen allein durchgeführt werden. Auch beteiligte Vereine und Bürgerinitiativen können dafür wichtige Veranstalter sein.


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