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Datum 20. Juni 2014
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Zukunft des Bildungsbüros der Landeshauptstadt Dresden unbedingt absichern

Über die aktuellen Berichte zur Schließung des Bildungsbüros der Landeshauptstadt Dresden äußert sich Dr. Eva-Maria Stange, Landtagsabgeordnete für den Dresdner Westen und bil-dungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag:
„Das Bildungsbüro unter Leitung von Holger Kehler bis Ende August dieses Jahres abzuwickeln, ist ein bildungs- und sozialpolitischer Skandal. Anscheinend ist sich die Landeshauptstadt Dresden nicht bewusst, welche wissenschaftliche Expertise und welches pädagogische Know-How sie damit verlieren würde. Immerhin ist es neben der Evangelischen Hochschule Dresden (EHS) allein dem Bildungsbüro zu verdanken, dass wir nun eine umfangreiche und tiefgehende Analyse unserer Dresdner Bildungslandschaft vorliegen haben. Uns allen war bis dahin sicher nicht bewusst, wie stark in Dresden die Bildungschancen von der eigenen sozialen Herkunft abhängen. Und auch die aus dem Bildungsbericht abgeleiteten Handlungsaufforderungen sind als Maßstab der Dresdner Bildungspolitik für die nächsten Jahre ein Ergebnis der hervorragenden Arbeit des Bildungsbüros. Beides konnten in den Jahren bis 2009 weder die zuständige Stadtverwaltung noch die Akteure des Stadtrats leisten. Und wer glaubt, das Bildungsbüro würde nur Statistiken und Studien erstellen, der täuscht sich. Stattdessen tritt es auch nach außen gern als Ansprechpartner und Unterstützer im Sinne der städtischen Bildungsverantwortung auf. So veranstaltete es im Rahmen der Erstellung des 1. Bildungsberichts eigene Veranstaltungen und workshops, um mit den lokalen Bildungsakteuren ins Gespräch zu kommen. Gleichfalls folgt es gern bestimmten Einladungen zu bildungsspezifischen Veranstaltungen, um dort seine Analyseergebnisse und Handlungsempfehlungen vorzustellen. In diesem Sinne fordere ich sowohl die Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orsoz wie auch den zuständigen Sozialbürgermeister Martin Seidel auf, sich in den kommenden Wochen für den unbedingten Fortbestand des Bildungsbüros einzusetzen. Hier sollten intensive Gespräche mit dem Finanzbürgermeister sowie den Stadträten erfolgen, um auch eine mögliche städtische (Mit-)Finanzierung auszuloten. Eine Einzelstelle in der Stadtverwaltung kann weder dem bisherigen Arbeitsumfang noch der gesellschaftlichen Bedeutung eines lokalorientierten Bildungs-think-tanks gerecht werden.“

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