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Datum 22. Mai 2014
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CDU hat Lehrer-Dilemma offenbar auch erkannt – Wann aber folgen Konsequenzen?

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zu weiter fehlenden Lehrern:
„Die gestrige Plenardebatte über den SPD-Antrag zur Lehrereinstellung hat das ganze Dilemma der Unterrichtsversorgung für das kommende Schuljahr offenbart“, erklärt Dr. Eva-Maria Stange. „Gerade einmal 50 zusätzliche Lehrkräfte stehen ab September Verfügung, obwohl rund 4.400 Schüler mehr als im laufenden Jahr zu unterrichten sind. Selbst der CDU-Abgeordnete Patrick Schreiber räumte das in der Debatte am Mittwochabend ein. Dennoch lehnten CDU und FDP unseren Antrag ab. Wie lange will die Koalition noch die Augen vor den Fakten verschließen?“ Bereits im laufenden Schuljahr 2013/14 kamen etwa 4.000 Schüler zusätzlich in die Schulen - ohne eine einzige Lehrkraft zusätzlich, so Stange. „Die Konsequenzen sind Unterrichtsausfall, Vergrößerung und Zusammenlegung von Klassen, Wegfall von Förderangeboten. Schon heute verlässt jeder 10. Schüler die Schule ohne Abschluss . Nur durch bessere individuelle Förderung wird dieses Problem zu lösen sein. Dazu sind mehr Lehrer nötig.“ „Wenn Kultusministerin Kurth bei den Schulen von einem Ozeandampfer spricht, der auf Kurs gehalten werden muss, dann steuert sie ihn gerade in eine gefährliche Schieflage.“ Stange richtete am Donnerstag eine Kleine Anfrage an die Regierung, um weitere Details zu den geplanten Einstellungen in Erfahrung zu bringen. Zum Hintergrund: Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag zur sofortigen Einstellung von zusätzlichen Lehrkräften gestellt. Bis 2019/20 sollen demnach 2.500 zusätzliche Stellen zum reinen Ersatzbedarf für die ausscheidenden Lehrkräfte geschaffen werden, auch um die wachsenden Anforderungen der Schulen zu schultern. Die heute 27.488 Lehrerstellen sollen dann auf ca. 30.000 anwachsen.

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