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Datum 06. November 2013
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Schulen benötigen Hilfe statt permanenter Evaluation

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:

„Die Schulen bemühen sich, unter den gegebenen Bedingungen gute pädagogische Arbeit im Interesse der Schülerinnen und Schüler zu machen. Seit Jahren zeigen die Evaluatoren ein gravierendes Problem auf: die mangelnde individuelle Förderung der Schüler vor allem an Mittelschulen und Gymnasien. Aber trotzdem erhalten die Schulen keine Hilfe vom Kultusministerium. Es ist schlicht nicht möglich, bei 28 Schülern vor allem in den Klasse 5 und 6 – den wichtigsten Einstiegsklassen im Gymnasium und in der Mittelschule – jedem Kind die ausreichende Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen. Die ständigen Streichungen beim Förderunterricht, der eigentlich mit zwei Stunden fester Bestandteil der Stundentafel sein sollte, nimmt den Lehrkräften die notwendigen Ressourcen für die Förderung vor allem leistungsschwächerer Schüler. Da hilft keine vom Ministerium verordnete Weiterbildung für die Lehrkräfte, wenn sie sie dann in der Praxis nicht anwenden können. Dringend notwendig wären auch Schulsozialarbeiter. Besonders in den Klasse 5 und 6 an Mittelschulen und Gymnasien sollten sie Schülern und Eltern als individuelle Berater zur Seite stehen. Doch hier hält sich die Staatsregierung zurück und verschiebt die Verantwortung allein auf die ohnehin stark belasteten Kommunen. Vom vielen Wiegen wird die Sau nicht fett! – das gilt auch für die Schulevaluationen, wenn keine Konsequenzen daraus folgen.“



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