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Datum 08. August 2013
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Freie Schule immer beliebter: Attraktivität staatlicher Bildungseinrichtungen leidet unter verfehlter Bildungspolitik

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:
Seit 2007 steigt der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die eine freie, allgemeinbildende Schule in Sachsen besuchen, kontinuierlich an. Im Schuljahr 2012/13 lag dieser bereits bei 9 Prozent. Gegenüber 2007/08 (6,1 Prozent) stellt das einen 50-prozentigen Anstieg dar. Diese Zahlen gehen aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage (Drs. 5/12200) der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag hervor. Der Trend zur Abwanderung an Schulen in freier Trägerschaft ist ungebrochen und ereignet sich vor allem in den sächsischen Großstädten. In Dresden besucht mittlerweile jeder fünfte Gymnasiast (21%) eine freie Schule. Aufgeschlüsselt nach den Schularten ist in den Mittelschulen eine Verdoppelung der Schülerzahlen von knapp 3.700 (2007/08) auf mehr als 8.000 erkennbar. Auch an Grundschulen (von 5,7 auf 7,0 Prozent) und Gymnasien (7,2 auf 10,8 Prozent) lernen immer mehr Schülerinnen und Schüler an Bildungseinrichtungen, die sich in freier Trägerschaft befinden. „Offensichtlich verlieren die staatlichen Schulen für Eltern und deren schulpflichtige Kinder zunehmend an Attraktivität. Eine Ursache liegt in der deutlichen Überfüllung der Klassen, die mit der Sorge nach unzureichender Förderung der Schüler verbunden ist. In den ländlichen Gebieten sind es vor allem die anhaltenden Schulschließungen, die in den vergangenen Jahren verstärkt zur Gründung von Schulen in freier Trägerschaft geführt haben. Schuld an dieser massiven Abwanderung aus den öffentlichen Schulen ist die rigide Schulpolitik der schwarz-gelben Landesregierung. CDU und FDP betreiben Bildungspolitik ohne Rücksicht auf die Belange der Eltern, Kinder und Schulträger zu nehmen. Besonders den Schulen werden kaum Möglichkeiten gelassen, auf veränderte Anforderungen wie z.B. die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern und den Einsatz von Schulsozialarbeitern eigenverantwortlich zu reagieren.“ Der Antwort der Staatregierung auf die Kleine Anfrage (Drs. 5/12200) liegt dieser Pressemitteilung bei. Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt: Freie Schule immer beliebter. Attraktivität staatlicher Bildungseinrichtungen leidet unter verfehlter Bildungspolitik. Seit 2007 steigt der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die eine freie, allgemeinbildende Schule in Sachsen besuchen, kontinuierlich an. Im Schuljahr 2012/13 lag dieser bereits bei 9 Prozent. Gegenüber 2007/08 (6,1 Prozent) stellt das einen 50-prozentigen Anstieg dar. Diese Zahlen gehen aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage (Drs. 5/12200) der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag hervor. Der Trend zur Abwanderung an Schulen in freier Trägerschaft ist ungebrochen und ereignet sich vor allem in den sächsischen Großstädten. In Dresden besucht mittlerweile jeder fünfte Gymnasiast (21%) eine freie Schule. Aufgeschlüsselt nach den Schularten ist in den Mittelschulen eine Verdoppelung der Schülerzahlen von knapp 3.700 (2007/08) auf mehr als 8.000 erkennbar. Auch an Grundschulen (von 5,7 auf 7,0 Prozent) und Gymnasien (7,2 auf 10,8 Prozent) lernen immer mehr Schülerinnen und Schüler an Bildungseinrichtungen, die sich in freier Trägerschaft befinden. „Offensichtlich verlieren die staatlichen Schulen für Eltern und deren schulpflichtige Kinder zunehmend an Attraktivität. Eine Ursache liegt in der deutlichen Überfüllung der Klassen, die mit der Sorge nach unzureichender Förderung der Schüler verbunden ist. In den ländlichen Gebieten sind es vor allem die anhaltenden Schulschließungen, die in den vergangenen Jahren verstärkt zur Gründung von Schulen in freier Trägerschaft geführt haben. Schuld an dieser massiven Abwanderung aus den öffentlichen Schulen ist die rigide Schulpolitik der schwarz-gelben Landesregierung. CDU und FDP betreiben Bildungspolitik ohne Rücksicht auf die Belange der Eltern, Kinder und Schulträger zu nehmen. Besonders den Schulen werden kaum Möglichkeiten gelassen, auf veränderte Anforderungen wie z.B. die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern und den Einsatz von Schulsozialarbeitern eigenverantwortlich zu reagieren.“ Der Antwort der Staatregierung auf die Kleine Anfrage (Drs. 5/12200) liegt dieser Pressemitteilung bei.


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