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Datum 22. Mai 2012
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Kein Kahlschlag in der beruflichen Ausbildung! - SPD-Fraktion fordert Rücknahme der geplanten Streichung von Ausbildungs- und Weiterbildungsgängen an Berufsfachschulen

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:
"Die Landesregierung plant einen Kahlschlag in der beruflichen Ausbildung. Um den Lehrerbedarf an sächsischen Schulen zu decken, sollen bereits im Schuljahr 2013/2014 tausende Ausbildungsplätze an den Berufsfachschulen zusammengestrichen werden. Betroffen sind mehr als 10.000 zukünftige Berufsfachschüler in landesrechtlich geregelten Ausbildungsberufen, sogenannten Assistenzberufe (z.B. Sozialassistent, Gesundheits- und Pflegehelfer, staatlich geprüfter Techniker). Allein an der größten sächsischen Fachschule für Technik - am Beruflichen Schulzentrum für Elektrotechnik Dresden - lernen aktuell 560 Fachschüler - gefragte zukünftige Fachkräfte in der Wirtschaft. Tausenden Jugendlichen, vor allem solchen ohne Schulabschluss und Chance auf eine direkte duale oder eine dreijährige bunderechtlich geregelte Ausbildung gehen damit in den nächsten Jahren leer aus. Dazu kommen unabsehbare Folgen für die Wirtschaft, die bisher über die Fachschulen im Rahmen der Weiterbildung Mitarbeiter für das mittlere Management qualifizieren. Die Landesregierung versucht damit das Loch beim Lehrermangel zu stopfen und reißt einen neuen Krater auf. Das ist kurzsichtig und nimmt vielen Jugendlichen aber auch Arbeitnehmern ihre Zukunftschancen. Ich fordere die Staatsregierung auf, die Entscheidung zurückzunehmen und die Ausbildungs- und Weiterbildungsgänge an Fachschulen und Berufsschulen beizubehalten sowie mit den zuständigen Berufsbildungsgremien die Zukunft der beruflichen Bildung in Sachsen zu beraten." Hintergrund zum Kabinettsbeschluss: Es ist geplant, bis zum Schuljahr 2013/2014 eine Reduzierung landesrechtlich geregelter Berufe vorzunehmen. Dabei ist vorgesehen, in der Schulordnung Berufsfachschule zu streichen: - einjährige Berufsfachschule für Informatik- und Kommunikationstechnik sowie Technik - Berufsfachschule für Pflegehilfe - Berufsfachschule für Sozialwesen - Berufsfachschule für Technik - Berufsfachschule für Wirtschaft Darüber hinaus ist vorgesehen in der Schulordnung Fachschule zu streichen: - Fachbereich Gestaltung - Fachbereich Technik - Fachbereich Wirtschaft

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