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Datum 14. November 2012
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Mit Martin Dulig durch den Dresdner Westen

Am 13.11.12 besuchte Martin Dulig, Fraktionsvorsitzender der SPD in Sachsen,unseren Wahlkreis im Dresdner Westen und führte mit uns gemeinsam Gespräche bei ausgewählten Einrichtungen und Firmen.
Zuerst besuchten wir das AWO-Jugendwerk PROFIL, das nach einem Brand im Jahr 2009 Prohlis verlassen musste und Anfang 2010 auf die Hirschfelder Straße 4 einzog. Das Ziel des Jugendwerkes ist es, Jugendlichen aus sozial schwachen Familien eine Perspektive zu geben. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden auf eine Ausbildung in den Bereichen Holzbearbeitung, Pflege oder Service vorbereitet und auf diesem Weg werden ihnen gleichzeitig moralische Grundsätze und Hilfen für den Alltag vermittelt. Außerdem bekommen sie Unterstützung beim Besuch von Beratungsstellen und können im Rahmen eines EFRE-Projekts auch den Hauptschulabschluss nachholen. Beim Kontakt mit den Jugendlichen wurde klar, dass das Projekt angenommen wird und größtenteils sehr erfolgreich ist. Allerdings hat die Einrichtung auch ihre Sorgen, z.B. bei der Finanzierung, denn in den kommenden Jahren muss ein wachsender Anteil an Eigenmitteln zum Betrieb des Jugendwerkes eingebracht werden. Da gilt es, gesetzgeberisch im Sinne solcher sozialen Trägervereine tätig zu werden. Nach unserem Besuch im Jugendwerk machten wir uns dann auf den Weg in das Drewag-Gas- und Dampfkraftwerk Nossener Brücke. 1993 wurde der Grundstein für dieses Kraftwerk gelegt, das seitdem Symbol für Energieerzeugung in Dresden ist. Herr Lämmel war an diesem Tag unser Begleiter, der uns zunächst einen kurzen historischen Abriss zum Werk darbot und uns anschließend gekonnt durch das Werk führte. Im Zusammenhang mit den regenerativen Energien kam Martin Dulig dann auf das Problem der Nutzung von Nahrungsmitteln zur Energiegewinnung zu sprechen. Erfreulicherweise hat die Drewag mit 22% alternativer Energie jetzt schon die bundesweiten Zielwerte bis 2020 überschritten. Daran wolle man auch in der Zukunft anknüpfen und mit modernsten energetischen Methoden weiter vorangehen. Der Gang durch das Gaskraft selbst war vor allem ob seiner technischen Ausstattung und Konstruktion sehr interessant und aufschlussreich. Neben den Turbinen, Generatoren und Motoren besichtigten wir noch die Kraftwerkszentrale und kamen abschließend noch mit dem Leiter des Kraftwerks ins Gespräch. Zum Schluss besuchten wir das Gompitzer Bauunternehmen Lattermann, ein mittelständisches Vorzeigeunternehmen mit rund 150 Mitarbeitern. 1990 als Unternehmen zum Fassadenbau gegründet, folgte der stufenweise Ausbau zu einem zentralen Bauträgerbetrieb mit Fachkräften verschiedenster Tätigkeitsfelder. Vor allem auf den Gebieten der alternativen Energien unternimmt die Firma eigenständige Forschungen. Außerdem expandierte das Unternehmen nach Berlin und Hamburg und will zukünftig auch in weiteren Städten Fuß fassen. Die Firma Lattermann zeichnet sich neben seinem wirtschaftlichen Erfolg aber auch durch ihr Engagement für ihren Stadtteil und die Stadt Dresden aus. Neben der Unterstützung eines ansässigen Kita-Trägervereins sind die Firmeninhaber auch im Reitsport aktiv. Leider würde die Stadt Dresden solches zivilgesellschaftliches Engagement teilweise nicht genügend unterstützen; so z.B. die fehlende Unterstützung im Rahmen des ehemaligen Reitturniers in der Dresdner Messe. Auch die Vergaberichtlinien in Sachsen wurden kritisiert. Da herrsche einerseits eine zu starke Prioritätensetzung bzgl. des billigsten Angebots vor und andererseits würde hinsichtlich des Schulbaus jedes Mal ein Architektenwettbewerb veranstaltet, der die Verfahren nicht nur unnötig verlängere, sondern zumeist auch unnötig sei. Einigkeit herrschte zwischen den Brüdern Lattermann und den Vertretern der SPD auch beim Thema Mindestlohn vor, der auf jeden Fall flächendeckend sein sollte, weil sonst eine Wettbewerbsverzerrung stattfinden würde. Insgesamt sei die wirtschaftliche Lage der Lattermann Bau GmbH gut und man schaue mit Zuversicht in die Zukunft. Es ist wichtig, solche engagierten Unternehmen in Sachsen zu haben und muss Aufgabe sein sie auch hier zu halten. Wir möchten uns nochmals bei allen beteiligten Unternehmen für diesen abwechslungsreichen und interessanten Tag bedanken.


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