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Datum 01. November 2012
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Quellen der Erinnerung: Ausstellung zum ehemaligen jüdischen Leben in Dresden

Im Bürgerbüro von Dr. Eva-Maria Stange, SPD-Landtagsabgeordnete des Dresdner Westens, findet im November eine Ausstellung über die Geschichte der ehemals in Dresden aktiven und dann durch das NS-Regime schikanierten, verfolgten und ermordeten jüdischen Mitbürger statt. Die Ausstellung ist täglich ab 9 Uhr geöffnet.
„Der 09. November 1938 ist tief in unserem gesellschaftliches Gedächtnis verankert mit seinen brennenden Synagogen und dem Beginn der massenhaften Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten. Unter dem Thema `Verfolgung und Ermordung der Dresdner Juden´ durch das NS-Regime wollen wir gemeinsam mit dem Stolpersteine Dresden e.V. mit einer Reihe von Veranstaltungen an dieses Schicksal erinnern. Am 26. November werden in der Briesnitzer Max-Sachs-Str. 2 drei weitere Stolpersteine zu Ehren der Familie Sachs verlegt, die aufgrund ihres sozialdemokratischen Hintergrund in Gänze verfolgt und in persona von Max Sachs 1935 im KZ Sachsenhausen auch infolge der Lagerfolter auch zu Tode kam. Ab 01. November präsentieren wir hierzu in Teilen die von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten betreute Ausstellung `Quellen der Erinnerung´ in unseren Büroräumen. Die Gedenktafeln zeigen Ausschnitte aus dem Alltagsleben ehemaliger jüdischer Familien – sei es etwa in Form von Schulaufzeichnungen oder Hochzeitsfotos. Hierdurch illustrieren sie zum einen, wie lebendig und gesellschaftlich weitgehend anerkannt sich das Leben der deutsch-jüdischen Bevölkerung hier in Dresden bis zur Machteroberung Hitlers am 30. Januar 1933 darstellte. Zum anderen zeigen sie aber auch die einsetzenden und schließlich in der Deportation der Dresdner Juden endenden öffentlichen Schikanierungen und Verfolgungen durch die nationalsozialistischen Repräsentanten und Handlanger. Dass die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Mitbürger auch in unserem näheren Büroumfeld mitten unter den Augen der Löbtauer Einwohnerschaft geschah, beweist z.B. das Leid der Familie Steinhardt. Lange Zeit als Mitglied der Gewerbefamilie auf der Kesselsdorfer Straße anerkannt, musste sie ihr Geschäft infolge der sogenannten „Nürnberger Gesetze“ von 1935 aufgeben. Anschließend wurden Mitglieder der Familie inhaftiert und ermordet, andere konnten nach Frankreich bzw. in die USA fliehen. Die Ausstellung ist werktags von 9 Uhr-17 geöffnet und eignet sich auch für Schulklassen. Der Eintritt ist frei", so Eva-Maria Stange.

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