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Datum 17. Oktober 2012
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Müssen die Mieten wirklich steigen?

In einer Informationsveranstaltung zu den Dresdner Mieten machte Peter Bartels, Vorsitzender des Mietervereins Dresden und Umgebung e.V., deutlich, dass es angesichts des massiven Wohnungsmangels, hoher Modernisierungskosten und einer enormen Nachfrage keinen Ausweg für Mietsteigerungen geben wird.
Verantwortlich für diese Lage sei jedoch die Stadt Dresden. Sie habe es verpasst, auf den sich seit Jahren anbahnenden Wohnungsmangel rechtzeitig zu reagieren und den Bau neuer mehrgeschossiger Wohnblöcke zu fördern bzw. erst einmal anzustoßen. Seit 2006 haben sich die Mieten - laut dem Wohnungsmarktbericht der Stadt Dresden 2011 - um 11,2% erhöht. Vor allem der Zuzug, der Abriss vieler Wohnblöcke und ein fehlendes schlüssiges Konzept der Stadt werden diese Teuerungsquote weiter anheizen. Denn die im Januar 2013 erscheinende Fortschreibung des aktuellen Mietspiegels sei erst der Vorbote der spätestens mit dem 2014 zu zu erstellenden Mietspiegel einsetzenden massiven Mietsteigerungen. Während heute hauptsächlich Neumieter mit wesentlich höheren Einstiegsmieten rechnen müssten, würden ab 2014 auch die Bestandsmieter deutlich mehr Miete zahlen. Dies würde vor allem diejenigen treffen, die nur knapp über der Bemessungsgrenze für den Erhalt von Wohngeld liegen und bereits jetzt schon 50% ihres Einkommens für ihre Mieten ausgeben. Auch auf die Stadt selbst würden sich diese Steigerungen auswirken. Denn für die Hartz-IV-Empfänger übernimmt die Stadt Dresden die Mietkosten. Auch Herr Dr. Hesse, Vorstandsvorsitzender der Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft (EWG), konnte den Ausführungen von Peter Bartels zustimmen. Gleichfalls wies er darauf hin, dass vor allem dank der moderaten Mietpreise der Genossenschaften der Mietspiegel lange Zeit gehalten werden konnte. Doch würden auch die Kosten der erfolgten Umbaumaßnahmen zwangsläufig zu höheren Mieten führen.


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