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Datum 12. Oktober 2012
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Signal der Öffentliche Anhörung zur Beruflichen Bildung: Fachschulen erhalten! SPD-Fraktion fordert koordiniertes Zukunftskonzept ein

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:
"Heute führte der Ausschuss für Schule und Sport des Sächsischen Landtags eine Öffentliche Anhörung zum Antrag der SPD-Fraktion ‚Berufliche Bildung in Sachsen weiterentwickeln‘ durch. Darin sprachen sich die Experten durchgängig für den Erhalt der Fachschulen aus. Sie sind notwendig, um eine qualifizierte und kostengünstige Weiterbildung für Fachkräfte nach einer erfolgreichen beruflichen Ausbildung zu ermöglichen. Fachschulen sind gleichzeitig wichtiger Kernbestandteil der Berufsschulzentren auf ihrem Weg regionalen Kompetenzzentren auszubauen. Unterstützt wird die Forderung der SPD-Fraktion nach einer differenzierten und gründlichen Analyse der Qualifikation, des Profils und der Arbeitsmarktchancen der vollzeitschulischen Berufsfachschulausbildung, deren nahezu vollständige Streichung der Landesregierung plant. So sind die Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondenz, chemisch-technischer Assistenz der Biotechnologie und der bekleidungs- und gestaltungstechnischen Assistenz auf dem Arbeitsmarkt hoch anerkannt und können durch die duale Ausbildung nicht vollwertig ersetzt werden. Eine Ausweitung der dualen Ausbildung ist unstrittig erforderlich. Vollzeitschulische Ausbildungen an den Berufsfachschulen haben in den 90er Jahren eine wichtige Lücke auf dem Ausbildungsmarkt geschlossen und tausenden Jugendlichen eine berufliche Perspektive eröffnet. Gleichzeitig haben sich auch neue Berufsbilder entwickelt, die nicht nur für die regionale Wirtschaft wichtig sich. Hier ist die Staatsregierung gefordert, differenzierter zu analysieren, bevor sie alles platt macht. Bis heute liegt kein Konzept der Staatsregierung zur Weiterentwicklung der beruflichen Bildung und Weiterbildung in Sachsen vor. Der dramatische Rückgang der Schülerzahlen und perspektivisch der Fachkräfte in allen Bereichen sowie der drohende Lehrermangel an beruflichen Schulen machen aus Sicht der SPD-Fraktion ein koordiniertes Zukunftskonzept unter Beteiligung der Politik, der Wirtschaft und der Partner in der beruflichen Bildung dringend erforderlich."

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