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Datum 28. Juni 2012
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Sachsens Lehrer sind die schlecht bezahltesten in Deutschland: SPD-Fraktion fordert Ende der diskriminierenden Eingruppierung sächsischer Lehrkräfte

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:
„Sachsens Lehrerinnen und Lehrer sind heute die schlecht bezahltesten im ganzen Bundesgebiet. Ihre Eingruppierung ist diskriminierend und muss geändert werden. Seit Jahren fordern sächsische Lehrer in einer Vielzahl von Petitionen die Gleichbehandlung mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Westen ein. Nichts hat sich seither bewegt. Daher ist es nur zu verständlich, dass die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Lehrerverbände kurz vor den Haushaltsberatungen und dem Beginn des neuen Schuljahres auf diese Diskriminierung hinweisen und Verbesserungen einfordern. Fast 2.400 Lehrkräfte sind an den Grundschulen lediglich in E 10 und nicht wie bundesweit üblich in E 11 eingruppiert. Über 4.700 Mittelschullehrkräfte sind sogar nur in E 11 statt wie vergleichbare Realschullehrer in E 13 eingruppiert, und verlieren so Monat für Monat bis zu 500 Euro. Obwohl der Freistaat die tarifvertraglichen Möglichkeiten hat, die angleichende Höhergruppierung von Grundschul-, Mittelschul- und Förderschullehrkräften vorzunehmen, stellt sich die CDU seit mehr als zehn Jahren taub. Die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag hat hingegen bei allen Haushaltsberatungen immer wieder entsprechende Änderungsanträge eingebracht. Wen wundert`s, wenn dann junge Lehrkräfte in andere Bundesländer gehen? Sogar der ehemalige Kultusminister Wöller hat am 15. März dieses Jahres in der CDU-Fraktion eingestanden, dass Sachsen unattraktive Arbeitsbedingungen für angehende Lehrkräfte hat. Doch diese Erkenntnis kam leider viel zu spät. Frau Kurth, wachen Sie endlich auf, bevor es für die Schulen endgültig zu spät ist! Als ehemalige Lehrerin müssten Sie wissen, was diese Diskriminierung bedeutet.“

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