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Datum 12. Juni 2012
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Berufliche Bildung: Planlos, konzeptlos, ahnungslos - Kultusministerin offenbar überfordert

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:
"Offensichtlich ist die Kultusministerin mit der Neustrukturierung der Beruflichen Bildung in Sachsen völlig überfordert. Planlos, konzeptlos, ahnungslos – so könnte man das Agieren der Staatsregierung in der sensiblen Frage der Berufsausbildung in den letzten vier Wochen beschreiben. Erst will man Hals über Kopf die berufliche Ausbildung für mehr als 10.000 Berufsfachschüler zusammenstreichen. Dann rudert die Kultusministerin nach Wochen des Protestes ebenso überstürzt zurück. Wir ahnungslos die Staatsregierung ist, mussten wir schon bei der Beantwortung unserer Großen Anfrage zu Stand und Perspektiven der beruflichen Bildung in Sachsen mit großem Schrecken zur Kenntnis nehmen. Berufsschulen, Schüler, Eltern, die Wirtschaft und Gewerkschaften schütteln nur noch den Kopf über dieses undemokratische und vor allem gefährliche Spiel mit der Zukunft der Jugendlichen. Auch wenn nun im Sozial- und Pflegebereich einige Berufe erhalten bleiben, so ist doch unklar, wie über Nacht die Wirtschaft tausende Ausbildungsplätze für Schülerinnen und Schüler mit einem schwachen oder keinem Schulabschluss bereitstellen soll, um die Verluste bei den Ausbildungsberufen an den Berufsfachschulen auszugleichen. Offenbar zählt bei der Staatsregierung nur noch das Ziel `Stellenabbau´ ohne Rücksicht auf Verluste. Denn allein in den Berufsbildenden Schulen sollen mit dem neuen Schuljahr ca. 200 Stellen wegfallen." Die Antwort der Staatsregierung auf die Große Anfrage der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag "Stand und Perspektiven der beruflichen Bildung im Freistaat Sachsen" (Drucksache 5/8051)liegt zum Download bei.

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