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Datum 02. März 2012
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

CDU und FDP machen Jungen zu Bildungsverlierern

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, erklärt:
"Mit der von CDU und FDP vorgenommenen Verschärfung der Bildungsempfehlung beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium werden wie erwartet immer mehr Jungen zu Bildungsverlierern. Weder nach Klasse 4 noch zu einem späteren Zeitpunkt schaffen sie den Sprung auf das Gymnasium. Die aktuellen Daten des Statistischen Landesamtes zum Schulwechsel im Schuljahr 2011/12 sind ein handfester Nachweis der verfehlten bildungspolitischen Entscheidung von Schwarzgelb: Seit der Einführung der Neuregelung 2010/11, dass nach Klasse 4 nur mit einem Notendurchschnitt von 2,0 statt 2,5 der Wechsel auf das Gymnasium möglich ist, sinkt der Anteil der Jungen kontinuierlich und liegt aktuell bei 38,7 Prozent. Noch 2009/10 waren es 44,2 Prozent. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil der Mädchen von 54,1 Prozent auf 59,1 Prozent gestiegen. Zudem wechseln nach Klasse 5 viermal so viele Jungen vom Gymnasium zur Mittelschule. Die schwarzgelbe Staatsregierung hat einen politisch verheerenden Kurswechsel eingeleitet. Besonders betroffen sind davon Jungen, deren Weg zum Hochschulstudium über das allgemeinbildende Gymnasium weiter verengt wird. Ich fordere daher die Staatsregierung auf, diese Fehlentscheidung rückgängig zu machen und die Durchlässigkeit zum Gymnasium wieder zu verbessern. Dabei sollte der Elternwille eine deutlich größere Rolle spielen, als sture politische Quotenfestlegungen."

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