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Datum 06. März 2012
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Zu viele sächsische Schüler ohne Abschluss

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, erklärt:
"Der aktuelle Bericht der Bertelsmann Stiftung zur Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem ist für Sachsen kein Grund zum Jubeln: Sachsen entlässt viel zu viele Schülerinnen und Schüler in die Perspektivlosigkeit. Während im deuschlandweiten Vergleich etwa sieben Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Abschluss verlassen, sind es in Sachsen mehr als zehn Prozent. Die besten Länder weisen nur einen Anteil von gut 6 Prozent von Abgängern ohne Hauptschulabschluss auf. Bei uns sind es fast doppelt so viele. Ein Grund dafür ist nicht zuletzt der Umstand, dass in Sachsen fast doppelt so viele Schüler an eine Förderschule abgeschoben werden wie im Westen. Und fast die Hälfte aller Schulabgänger ohne Abschluss stammt aus einer Förderschule. Mit Bildungsgerechtigkeit hat das nichts zu tun. Staatsminister Wöller hat also keinen Grund, sich auf scheinbaren Lorbeeren auszuruhen. Ganz im Gegenteil: Sachsen hat noch viel zu tun, um gerechte Chancen für unsere Kinder und Jugendlichen zu schaffen. Anstatt Kinder schon früh auszusortieren und ihnen damit Zukunftschancen zu verbauen, müssen sie früher und intensiver gefördert werden - u.a. in kleineren Kita- und Grundschulgruppen und mit Hilfe von Schulsozialarbeitern. Somit werden wir mehr Kinder und Jugendliche in Sachsen zu einem Abschluss führen und ihnen größere Bildungschancen ermöglichen."

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