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Datum 01. Januar 2009
Verfasser Dr. Eva-Maria Stange

Kleine Anfrage zur Regelung des Besuchs der Bundeswehr im Unterricht

Im Dezember des vergangenen Jahres schloss der Staatsminister für Kultus und Sport eine Vereinbarung mit der Bundeswehr, in der die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Bundeswehr geregelt ist. Somit können Jugendoffiziere aktuelle Probleme der internationalen Sicherheitspolitik sowie Konfliktvermeidung und -prävention erläutern. Viele Eltern sehen darin jedoch die Gefahr, dass ihre Kinder nicht neutral und objektiv über außen- und sicherheitspolitische Themen informiert werden.
Letztlich entscheide allein der zuständige Fachlehrer, ob er das Expertiseangebot der Bundeswehr und/oder anderer Bildungsinstitutionen aufgreife. Dabei müsse stets eine kontroverse, differenzierte und schülergerechte Betrachtungsweise eingehalten und hiermit die Gefahr einer einseitigen Indoktrination ausgeschlossen werden. Dabei stellt sich freilich die Frage, ob die Schülerinnen und Schüler den Vortrag des jeweiligen Jugendoffizier tatsächlich als objektiv und differenziert einschätzen können, wenn die Uniformierung apriori eine bestimmte Bewertungsperspektive suggeriert und damit die Zuhörer eventuell auch beeinflusst. Außerdem bleibt die Frage der Freiwilligkeit einer solchen Unterrichtsstunde unklar.

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